. BOXHAGENER PLATZ | Torsten Schulz

BOXHAGENER PLATZ

BOXHAGENER PLATZ

2010
Drehbuch/Ko-Produzent: Torsten Schulz
Adaption des eigenen Romans
Produzenten: Jakob Claussen, Nicole Swidler, Uli Putz
Produktionsfirma: Claussen&Wöbke&Putz
Regie: Matti Geschonneck
Kamera: Martin Langer
Szenenbild: Lothar Holler
Kostüm: Lisy Christl
Schnitt: Dirk Grau
Darsteller: Gudrun Ritter, Michael Gwisdek, Samuel Schneider, Jürgen Vogel, Meret Becker, Milan Peschel, Horst Krause, Hermann Beyer u.a.

PRESSEREZENSIONEN

„Der vor zwei Jahrzehnten untergegangene Staat dient im deutschen Kino meist als Stoff für Krachklamotten. Im Gegensatz dazu gelang mit der Verfilmung des Romans von Torsten Schulz ein komisches, dabei auch nachdenkliches Kino-Kleinod von Format.“ Peter Claus, dpa

„Das ist ja die bittere Ironie dieser Geschichte (sowie der Geschichte überhaupt): dass die Arbeiterklasse ausgerechnet im ihr zu Ehren gegründeten Arbeiterstaate vor die Hunde geht. So erweckt ‚Boxhagener Platz’ in schönsten braunstichigen Bildern und mithilfe vieler grandioser alter Defa-Schauspieler das Milieu einer vergangenen Zeit zu Leben – um es sogleich in einen Todeskampf zu schicken.“ Christian Buß, Spiegel Online

„Pointiert, lebensecht, folklorefrei. Emotional, packend. Und: ohne die üblichen Zonen-Zoten. Dafür ebenso verschroben wie melancholisch wie lakonisch. Aber auch mit Härte und Kälte. Die Mixtur stimmt.“ Hans-Ulrich Pönack, Deutschlandradio Kultur

„Endlich einmal berlinern die Schauspieler nicht klischeehaft übertrieben.“ Alexander Cammann, Die Zeit

„Typen gibt’s, Familienkrach, berlinert wird, in der Eckkneipe gelungert und gegen das System gezickt. Das ist rührend, lakonisch, nicht ostalgisch, nicht antiostalgisch.“ Gunda Bartels, Der Tagesspiegel

„Die DDR ist mit ‚Boxhagener Platz’ von der Phase der Nostalgie in jene der Melancholie übergetreten. Wer nicht länger nostalgisch unwiederbringlich Beendetes zurückersehnt, kann sich ruhig mal ein paar Stunden dem melancholischen Schmerz über das Vergangene hingeben.“ Hanns-Georg Rodek, Die Welt

„Ein echter Berlin-Film geprägt von Herz und Schnauze, vielen Überraschungen in der Story und hinreißenden Schauspielern!“ Berliner Kurier

„Mit ausgeklügelter Dramaturgie, fein und tiefgründig gezeichneten Charakteren und großen Emotionen knüpft Geschonneck auch an eine große deutsche Kinotradition an. Berliner Schule? Ja, die alte, die einst bis nach Hollywood ausgestrahlt hat.“ Brigitte Jähnigen, Stuttgarter Nachrichten

„’Boxhagener Platz’ ist eine muntere Hommage an kleine Leute mit großen Sorgen und Hoffnungen – so viele Käuze und schräge Typen waren lange nicht mehr in einem einzigen Film versammelt.“ Heiko Rosner, Cinema

„Wunderbare Milieustudie zwischen Liebesfilm, Hinterhofkrimi und Anti-Ostalgie.“ Freundin TV

„Trockener Humor, ein großartiges Ensemble und der marode Charme eines Berliner Viertels in den 60ern sind die wesentlichen Zutaten, aus denen Matti Geschonneck einen turbulenten Heimatfilm zaubert, der im Kern eine anrührende Liebesgeschichte erzählt. Torsten Schulz ist ein großartiger Szenen – und Dialogschreiber – Wortwitz und Pointen fliegen einem nur so um die Ohren.“ Jane Wegewitz, Player

„Es ist mehr als ein Hauch von Defa um diesen Film, was hier durchaus positiv gemeint ist. Alles, was die Defa-Filme ausgezeichnet hat, ihre herausragenden Schauspieler, ihr zupackender Witz und ihre geduldige Aufmerksamkeit für alle, die auf der Schattenseite stehen, all das geriet nach ’89 zu Unrecht in Vergessenheit und steh nun als Wiederentdeckung an.“ Christina Tilmann, Tagesspiegel

„Diese übrigens erfreulich ostalgiefreie tragikomische Arbeiterklassenliebeskrimiburleske ist vielleicht wirklich am ehesten ein Heimatfilm zu nennen.“ Gabriele Schoder, Badische Zeitung

„Matti Geschonnecks Film nimmt sich einige Freiheiten, und doch ist er der erste, der sich wirklich nach DDR anfühlt.“ Robert Lucas, Nordkurier

FESTIVALS UND PREISE

Berlinale, Gala Spezial, 2010
Filmfestivals Moskau, Warschau, Viareggio u.a.
Nominierung Preis der deutschen Filmkritik (Bester Spielfilm, Beste Kamera)
Nominierung Deutscher Filmpreis (Beste Nebendarstellerin, Meret Becker)